Regeln des Wettbewerbs bei Jugend debattiert

Die Regeln des Wettbewerbs bei Jugend debattiert sind so gesetzt, dass ein faires und spannendes Turnier zustande kommen kann. Die wichtigsten Regeln finden Sie hier:


Wie ist der einzelne Wettbewerb aufgebaut?


Jeder Wettbewerb bei Jugend debattiert besteht aus zwei Qualifikationsrunden und einem Finale. Die Teilnehmer treten in zwei getrennten Altersgruppen an (Altersgruppe I: Klassen 8 -10, Altersgruppe II: Jahrgangsstufen 11 - 13, Ausnahme: Zehntklässler aus G8-Gymnasien starten in der Altersgruppe II).

Pro Altersgruppe können an einem einzelnen Wettbewerb maximal 32 Personen teilnehmen. Sollte innerhalb einer Klasse die Teilnehmerzahl acht Personen unterschreiten, darf auf Qualifikationsrunden oder Finaldebatte verzichtet werden. Sollten an einem Schulwettbewerb nicht mehr als acht Personen teilnehmen, können anstelle von zwei Qualifikationsrunden auch zwei Halbfinale ausgetragen werden.

In den Qualifikationsrunden debattiert jeder Teilnehmer einmal pro und einmal contra. Die Punkte aus beiden Durchgängen werden addiert und zu einer Abschlusstabelle verrechnet. Die vier Erstplazierten der Abschlusstabelle sind für das Finale qualifiziert.

Sieger des Wettbewerbs ist, wer das Finale für sich entscheidet. Die beiden Erstplatzierten jeder Finaldebatte sind für die nächsthöhere Ebene des Wettbewerbs qualifiziert.


Wie wird debattiert?

Die Streitfragen werden den Teilnehmern zehn Tage im Voraus bekannt gemacht. Vorbereitete Aufzeichnungen und sonstige mitgebrachte Hilfsmittel sind in den Debatten des Wettbewerbes unzulässig. Papier und Schreibzeug für Notizen vor und während der Debatte werden vom Veranstalter bereitgehalten.

Die Debatte wird eröffnet, indem ein Mitglied der Jury die vorgesehene Streitfrage stellt. Darauf antworten die Teilnehmer mit den Reden der Eröffnungsrunde. Über die Einhaltung der Redezeiten wacht ein Zeitwächter.

Sollte ein Teilnehmer durch grob rücksichtsloses Verhalten die Aussprache stören oder als Gespräch unmöglich machen, kann er durch die Jury disqualifiziert werden.


Wer sitzt in der Jury?


In Qualifikationsrunden besteht jede Jury aus drei Personen und einem Zeitwächter. In Finaldebatten kann die Anzahl auf fünf Juroren erhöht werden.

Mitglied der Jury soll nur sein, wer die für diese Aufgabe erforderliche Unabhängigkeit, Erfahrung und Sachkenntnis besitzt. Jede Jury ist mit mindestens einer Lehrkraft und – nach Möglichkeit – mit mindestens einem Schüler zu besetzen. Als Schüler in diesem Sinne gelten auch ehemalige Teilnehmer am Wettbewerb, die ihre Schulzeit inzwischen beendet haben.
In Qualifikationsrunden darf als Lehrkraft nur jurieren, wer bei Qualifikationsrunden der vorausgehenden Wettbewerbstufe bereits juriert hat.

In Qualifikationsrunden darf als Schüler nur jurieren, wer an Qualifikationsrunden dieser Wettbewerbsstufe bereits selbst teilgenommen oder mindestens bei Qualifikationsrunden der darunter liegenden Stufe bereits selbst juriert hat.

In Finaldebatten darf als Schüler nur jurieren, wer ein Finale dieser Wettbewerbsstufe bereits selbst gewonnen hat (Platz 1 und 2).
Schüler der Altersgruppe I dürfen nur Wettbewerbe der Altersgruppe I jurieren.

Nach Möglichkeit soll niemand Teilnehmer gleicher Herkunft bewerten. Als »gleiche Herkunft« gilt auf der Ebene des Landes die Herkunft aus dem gleichen Regionalverbund, auf Ebene des Bundes die Herkunft aus dem gleichen Bundesland.


Wie bewertet die Jury?

Die Wertung durch die Juroren erfolgt nach Punkten. Bewertet werden die Leistungen jedes Teilnehmers nach vier Kriterien: Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit, Überzeugungskraft.

Die Wertung erfolgt im Anschluss an die jeweilige Debatte. Pro Kriterium können 0 bis 5 Punkte vergeben werden, d. h. pro Teilnehmer maximal 20 Punkte pro Debatte. In Finaldebatten tritt an die Stelle der Punktwertung eine Rangwertung (Rang 1 bis 4).

Die Wertung trifft jeder Juror für sich. Eine einheitliche Entscheidung der Jury ist nicht erforderlich. Der Jury soll sich vor der Wertung über ihre Eindrücke aus der Debatte austauschen.

Nach Abschluss der Wertung gibt die Jury jedem Teilnehmer eine individuelle Rückmeldung, die seine Leistung würdigt und konkrete Vorschläge zur Verbesserung enthält. 

Die Entscheidung der Jury ist nicht anfechtbar. Deshalb erhält in Qualifikationsrunden jeder Teilnehmer eine zweite Chance – zu einem anderen Thema, wenn möglich, mit anderen Gesprächspartnern und vor einer anderen Jury.

Häufig gestellte Fragen

Dienstag, 7.09.2010
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