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20 Jahre Jugend debattiert: Ein Blick zurück und in die Zukunft.

Allgemeines

Vor genau 20 Jahren, im Frühjahr 2001, ergriff der damalige Bundespräsident Johannes Rau die Initiative zu einem Bundeswettbewerb „Jugend debattiert“. Seither hat sich Jugend debattiert zu einem Programm entwickelt, das über bloßen Wettbewerb weit hinausgeht. Ansgar Kemmann, Leiter von Jugend debattiert, spricht mit uns anlässlich des Jubiläums über das Programm.

1. Was ist aus Ihrer Sicht die größte Errungenschaft von Jugend debattiert?

Die größte Errungenschaft von Jugend debattiert ist, bewirkt zu haben, dass das Debattieren in der Schule wirklich angekommen ist, und zwar in weiterführenden Schulen aller Art. Dass das Debattieren heute als Bürgerkompetenz erscheint, und nicht nur als Sache von Berufspolitikern im Parlament oder Experten in den Medien.
Für uns als Stiftung ist es natürlich auch der Verbund der Partner und Förderer, privat und öffentlich, Ministerien und Parlamente, Bund und Länder, unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.
Schließlich: die weltweite Ausstrahlung – Jugend debattiert-Wettbewerbe gibt es inzwischen in San Francisco und Sankt Petersburg, in China und Chile, für Schülerinnen und Schüler, die Deutsch als Fremdsprache lernen.

2. Dieses Jahr ist auch für Jugend debattiert ein besonderes, wie können und wollen Sie dieses Jubiläum feiern?

Wir feiern mit einer Jubiläumsseite auf unserer Website mit Bildern, Berichten und immer wieder neuen Beiträgen, samt Zeitstrahl von 20 Jahren. Wir stellen die Landesfinale in das Zeichen des Jubiläums, soweit Corona uns lässt. Zu unserem Bundesfinale im Juni hat sich der Bundespräsident höchstpersönlich angesagt. Erstmals wird es in diesem Jahr auch ein Halbfinale vor dem Bundesfinale geben. Das Motto unseres Jubiläumsjahres lautet: „20 Jahre Jugend debattiert - Debatte macht den Unterschied: Klar denken, fair streiten.“

3. Wie geht es weiter mit Jugend debattiert, ist vielleicht schon etwas geplant?

Zunächst einmal kommt es darauf an, gut durch die Pandemie zu kommen. Die Wettbewerbe auf den unteren Ebenen und die Seminare für Regionalsiegerinnen und -sieger finden in diesem Jahr durchweg online statt. Das ist für alle Beteiligten eine erhebliche Umstellung, aber es macht Freude zu sehen, was auch auf Distanz möglich ist.
Die Erfahrungen, die wir alle in diesem Jahr mit Online-Veranstaltungen sammeln, könnten auch Partnerschaften zwischen Jugend debattiert-Schulen im In- und Ausland zugutekommen, weil man sich online viel leichter zum Debattieren verabreden kann.
Und wir nutzen die Corona-Zeit, um unser eigenes digitales Angebot auszubauen. So wird noch in diesem Frühjahr unser erstes „Web-Based-Training“ verfügbar sein - zum Thema „Jurieren bei Jugend debattiert“.

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