Jugend debattiert

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Akademiewoche 2018 - Ein Erlebnisbericht

  Aus dem Wettbewerb

„Akademiewoche, das hört sich ja schon fast anstrengend an…“, so oder so ähnlich lauteten die Gedanken, die sich einige von uns gemacht hatten, als es am Montag, den 27.08. für uns hieß: Ab in den Zug, nächster Halt Burg Ludwigstein, Witzenhausen! Wir, das waren zehn der zwölf Bundessieger Jugend debattiert 2018, und was uns erwartete, war eine fantastische Woche voller lebhafter Diskussionen und Debatten, toller Exkursionen und jede Menge Spaß.

Aber der Reihe nach: Am Ankunftstag gab es nach einer kleinen Stärkung schon den ersten Teil der, von unseren Trainern exklusiv zusammengestellten, Vorlesungsreihe „Rhetorik im Crashkurs – Sechs Semester Studium in sechs Tagen“. Die nächsten Tage begannen immer mit einem künstlerischen bzw. poetischen Resümee des Vortags, das abwechselnd von unterschiedlichen Teilnehmern gestaltet wurde. Die anschließenden Seminareinheiten über Rhetorik, den Kreativitätszyklus, Aristoteles und Co. ermöglichten uns, schon im zweiten Teil der Woche längere Reden zu halten sowie Konfliktgespräche zu führen und zu leiten. Doch nicht nur Rhetorik beschäftigte uns während unserer gemeinsamen Woche im schönen Nordhessen. Ein weiterer Schwerpunkt lag beim Thema Jugend. Was heißt es, dass ausgerechnet Jugend debattiert, was bedeutet Jugend überhaupt und (wie) hat sich die Bedeutung dieses Begriffs im Laufe der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte gewandelt?

Diese Fragen begleiteten uns dann auch auf unseren Exkursionen zum Archiv der deutschen Jugendbewegung, zum Hohen Meißner als Schauplatz des Ersten Freideutschen Jugendtags, zur Wartburg und schließlich zu einem Grenzturm am ehemaligen Eisernen Vorhang der DDR. Hier hatten wir noch Gelegenheit, uns in einem sehr bewegenden Gespräch mit einem Zeitzeugen über seine Jugendzeit im Sperrgebiet hinter der Grenze auszutauschen. Während der Ausflüge nutzten wir natürlich die Chance, auch im Bus nach Herzenslust zu debattieren. Es wurden alte Debattenthemen neu aufgerollt, auf den Exkursionen Gehörtes und Gesehenes nochmals besprochen und auch das aktuelle politische Zeitgeschehen kam nicht zu kurz.

So vergingen die Tage wie im Fluge, bis es dann am Ende noch einmal darum ging, alles zu geben für einen bunten Abend, der dieser fantastischen Woche würdig war. Klassische und moderne Klavierstücke, Gedichte, die besten Fotos und Videos der Woche und viel Gesang bescherten uns unvergessliche Stunden.

Folgendes bleibt nach dieser Woche noch zu sagen:
Erstens, ein riesiges Dankeschön an unser Trainerteam für die tolle Zeit und vor allem für die intensive Einzelberatung nach unseren Reden.
Zweitens, ein Tipp an alle, die auch mal auf der schönen Burg Ludwigstein vorbeischauen: Indoor-Stockbrot schmeckt tausendmal besser, wenn man es mit Käse füllt und in Teamarbeit grillt.
Drittens, anstrengend war diese Woche eigentlich nur aufgrund des durch uns selbst verursachten Schlafmangels.
Viertens, zum Glück gibt es für uns ein baldiges Wiedersehen beim „Tag der Talente“ in Berlin!

Lilli Hermann

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