Jugend debattiert

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III. Internationales Finale „Jugend debattiert in Südamerika“ 2018 in Lima (Peru)

In mittlerweile sechs Ländern Südamerikas (Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Paraguay, Peru) gibt es Jugend debattiert für junge Deutschlerner an Partnerschulen des Auswärtigen Amtes. Vom 20. bis 24. November trafen sich in der peruanischen Hauptstadt Lima die Besten der Landeswettbewerbe zum diesjährigen Höhepunkt, dem nunmehr III. Internationalen Finale „Jugend debattiert in Südamerika“. Gastgeber der Vorrunden und des Halbfinale waren zwei Jugend debattiert-Schulen in Lima, das Colegio Reina del Mundo in La Molina und das Colegio Santa Ursula im Stadtteil San Isidro, für das Finale öffnete die Residenz des Deutschen Botschafters ihre Tore. Ein ausführliche Stadtbesichtigung und ein Abend auf dem Lande rundeten das Programm ab.

Beim Internationalen Finale erstmals vertreten war Bolivien, mit Halbfinal- und Finalteilnahme gleich sehr erfolgreich, übertroffen nur von Argentinien mit zwei Finalteilnehmern. Lucca di Benedetto aus Cordoba (Argentinien) kam auf Platz 1, gefolgt von Isabela Andrade Flintz (Platz 2, Brasilien), Aina Martinez Dabdoub (Platz 3, Bolivien) und Facundo Gazzano (Platz 4, Argentinien). In der Jury dabei: Vorjahressiegerin Josefa Hidalgo aus Chile sowie Wanda Drabon, diesjährige Landessiegerin aus Mecklenburg-Vorpommern. Botschafter Stefan Herzberg gratulierte und Leiter Jugend debattiert Ansgar Kemmann gratulierten und übergaben die Urkunden.

Das Thema der Finaldebatte lautete: „Sollen in den Parlamenten der Länder Südamerikas Frauen und Männer jeweils gleich viele Sitze erhalten?“, Thema des Halbfinales war die Verteilung von Flüchtlingen in Südamerika, vor allem aus Venezuela. Finalsieger Lucca meinte dazu: „Ich bin sehr an Politik interessiert. Ich denke, dass die Flüchtlingsproblematik ein großes Problem für uns ist und ich glaube, dass die Debatte zu diesem Thema aus sehr vielen, sowohl Pro- als auch Contra-Argumenten besteht. Es ist sehr schwierig, sich für eine Seite zu entscheiden. Ich denke, dieses Thema würde ich nochmal debattieren.“ Facundo aus Buenos Aires fasste seine Eindrücke der Tage in Lima so zusammen:  „Es war für mich eine tolle Erfahrung an Jugend debattiert teilgenommen zu haben. Ich bin mit neuen Freunden, neuen Kenntnissen und Fotos einer sehr schönen Stadt nach Hause gekommen. Jugend debattiert war für mich eine Atmosphäre, wo ich intellektuell debattieren konnte, ohne Gewalt und Aggression, was wir Argentinier heutzutage leider nicht haben.“  

Jugend debattiert in Südamerika ist ein Programm der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA).

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