Jugend debattiert

Landesfinale Brandenburg 2018

Erstellt von Landtag Brandenburg |

Pro und Contra zu Wölfen und Lehrerstreiks: Echte Debatte zu echten Themen von echt fitten Jugendlichen im Landtag

Die 14-jährige Johanna Liebe vom Evangelischen Gymnasium Neuruppin überzeugte am besten mit ihrer Argumentation um wolfsfreie Zonen im Land;  der 18-jährige Robert Simon vom Falkenseer Lise-Meitner-Gymnasium schlug sich am wackersten in der Diskussion, ob beamtete Lehrkräfte streiken dürfen: Die beiden Gymnasiasten siegten in ihrer jeweiligen Altersgruppe im diesjährigen Landesfinale von „Jugend debattiert“, das heute Nachmittag im Plenarsaal des Brandenburger Landtages ausgetragen wurde.

Potsdam, 19.03.2018. Wo sonst Abgeordnete diskutieren, lieferten sich heute acht Brandenburger Schülerinnen und Schüler schlagfertige Debatten vor rund 150 Jugendlichen und Abgeordneten. Sie hatten sich in Schul- und Regionalwettbewerben qualifiziert sowie in der Vorrunde am Montagvormittag bei Debatten um die Kennzeichnung retuschierter Modelfotos, kostenlosen ÖPNV, Bekämpfung von Einsamkeit und offizielle Anerkennung von e-Sport  durchgesetzt.

Vizelandtagspräsident Dieter Dombrowski lobte den Wettbewerb als tolle Werkstatt für junge Demokraten und Nachwuchspolitiker, in dem man Debattieren und faires Streiten lernt. „Sprache hat eine große Macht und jede öffentliche Rede kann die politische Kultur beeinflussen“, sagte Dombrowski zu Beginn der Veranstaltung. „Debattenqualität heißt, Positionen gut zu erklären. Populistische Angebote mit scheinbar einfachen Lösungen sind unbrauchbare Antworten auf komplexe Fragen und vielschichtige Probleme.“

Bildungs- und Jugendministerin Britta Ernst sagte: „Diskutieren, streiten, Argumente austauschen gehört zu einer lebendigen Demokratie. Gut, dass sich die Schülerinnen und Schüler darin üben. Ihre Erfahrungen, die sie in diesem Wettbewerb sammeln, werden ihnen ganz sicher im weiteren Lebensweg von Nutzen sein.“

 

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Debatte Altersgruppe 1 (Jahrgangsstufe 8 – 9 bzw. 8 – 10)

1. Johanna Liebe, 14 Jahre, Evangelisches Gymnasium Neuruppin

2. Paula Fürstenberg, 15 Jahre, Louise-Henriette-Gymnasium Oranienburg

3. Caroline Rabe, 14 Jahre, Humboldt-Gymnasium Potsdam

4. Amely Wernitz, 14 Jahre, Humboldt-Gymnasium Potsdam

 

Debatte Altersgruppe 2 (Jahrgangsstufe 10 – 12 bzw. 10 - 13)

1. Robert Simon, 18 Jahre, Lise-Meitner-Gymnasium Falkensee

2. Raban Gießler, 18 Jahre, Peter-Joseph-Lenné-Gesamtschule Potsdam

3. Emil Krause, 17 Jahre, Humboldt-Gymnasium Potsdam

4. Emelie Seiert, 17 Jahre, Gymnasium „F. F. Runge“ Oranienburg

Erst- und Zweitplatzierten beider Altersgruppen qualifizierten sich für den Bundeswettbewerb.

 

An dem Ausscheid beteiligten sich insgesamt rund 4.300 Schülerinnen und Schüler aus 25 Schulen des Landes. Beim Schlagabtausch der Argumente zählten Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Die Jury setzte sich aus einem Debattiertrainer, erfahrenen Lehrkräften, „Jugend-debattiert“-Alumni sowie Schülerinnen und Schülern zusammen. Die Veranstaltung im Plenarsaal wurde durch den Brandenburger Poetry-Slammer Johannes Sprang und Podiumsgespräche begleitet.

Hintergrund: Mit „Jugend debattiert“ werden Schülerinnen und Schüler ermutigt, sich in gesellschaftspolitische Diskussionen einzubringen und ihre rhetorischen Fähigkeiten zu trainieren. Der seit 2002 bundesweit ausgetragene und von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Mercator Stiftung sowie der Heinz Nixdorf Stiftung unterstützte Debattierwettbewerb unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten fördert die politische Meinungsbildung und demokratisches Handeln. Zum 4. Mal fand das Brandenburger Finale bereits im Landtag statt, der den Ausscheid auch finanziell unterstützt.

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