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II. Internationales Finale in Südamerika

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Zweites internationales Finale Jugend debattiert in Südamerika! Nach der gelungenen Premiere 2016 in Santiago de Chile haben die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen und die Hertie-Stiftung zum zweiten Mal einen Kontinentalwettbewerb für junge Deutsch-Lerner in Südamerika veranstaltet - in deutscher Sprache. Rund 35 Schulen aus Argentinien, Brasilien, Chile, Paraguay und erstmals auch Peru haben daran teilgenommen. Abschluss und Höhepunkt war der Wettbewerb der Landessieger, das Internationale Finale, das vom 25. bis 28. Oktober 2017 in São Paulo (Brasilien) ausgetragen worden ist.
Das Thema der Schlussdebatte lautete: „Soll die Festlegung von Flächen als Naturschutzgebiete nicht wieder rückgängig gemacht werden dürfen?“ Hier überzeugte die 17-jährige Josefa Hidalgo Gudenschwager von der Deutschen Schule in Temuco (Chile), die eindrucksvoll gegen einen Bestandsschutz argumentierte und damit den Gesamtsieg errang. Den zweiten Platz belegte Joana Derksen aus Menno (Paraguay), gefolgt von Juana Perdomenico aus Buenos Aires und João Apuleiro aus São Paulo. Wie immer bei Jugend debattiert haben die Jugendlichen ihre Positionen anwaltlich vertreten. Bei der Abstimmung im Publikum votierte die Mehrheit klar für die Beibehaltung einmal ausgewiesener Naturschutzgebiete.
Zuvor hatten sich die Teilnehmer in weiteren Debatten mit einer Gehaltsgrenze für Profifußballspieler auseinandergesetzt und erörtert, ob der Flächenverbrauch durch Straßen und Besiedlung in städtischen Regionen streng begrenzt oder im Sportunterricht auf Notengebung verzichtet werden soll. Austragungsort der Qualifikationsrunden war das Colégio Benjamin Constant, Schule des Südamerika-Siegers von 2016, das Finale fand in der Residenz des deutschen Generalkonsuls statt.
Nach ihrem Erfolg meinte Siegerin Josefa: „Was mir besonders gut gefallen hat, war, wie aktuell die Themen waren und jeder etwas anderes dazu sagen konnte. Jeder hat eine eigene Perspektive. Wir haben viel über die anderen Länder gelernt. Alle waren super nett und freundlich. Ich habe viele neue Freunde gewonnen!“ Ihre Erfahrung im Wettbewerb fasste sie mit einem chinesisches Sprichwort zusammen: „Es sind nicht unsere Füße, die uns bewegen, es ist unser Denken.“
Auch Ansgar Kemmann, Leiter Jugend debattiert, aus Deutschland angereist, äußerte sich begeistert: „Das war eine ganz bemerkenswerte Veranstaltung. Unser herzlicher Dank gilt den Lehrerinnen und Lehrern, die im Unterricht die Grundlagen gelegt haben, sowie den Fachberatern der ZfA als Landeskoordinatoren, für ihren großen Einsatz in diesem zweiten gemeinsamen Wettbewerbsjahr.“

Lesen Sie den spannenden Erfahrungsbericht einer Teilnehmerin.