Jugend debattiert

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„Molodj debatuje“ - Jugend debattiert auf Ukrainisch

  Jd international

Zum zweiten Mal hieß es jetzt in der Ukraine: „Molodj debatuje“, Jugend debattiert. Nach der erfolgreichen Premiere 2016 hat auch in diesem Herbst der Wettbewerb wieder in der Landessprache stattgefunden, gefördert mit Mitteln des Auswärtigen Amtes für den Aufbau der Zivilgesellschaft „in den Ländern der Östlichen Partnerschaft“, in Kooperation mit dem Verein „Sonnenberg-Kreis e.V.“ und Jugend debattiert in Deutschland.

Die Anzahl der teilnehmenden Regionen hat sich 2017 verdoppelt, die Anzahl der Schulen sogar verdreifacht: 25 Schulen aus 8 Regionen haben in diesem Jahr den Wettbewerb durchgeführt, rund 400 Schülerinnen und Schüler haben daran teilgenommen, darunter sogar eine Klasse Sehbehinderter. Im November haben in Charkiw, Dnipro, Konotop, Lemberg, Mykolajiw, Saporischja, Slawjansk und Zhytomyr Regionalentscheide stattgefunden, am 9. und 10. Dezember folgten Halbfinale und Finale an der Nationalen Juristischen Universität ‚Jaroslaw Mudryj‘ in Charkiw. Das Thema der Finaldebatte lautete: „Soll in der Ukraine ab 2019 Wahlrecht durch Wahlpflicht ersetzt werden?“ Die Finalisten, alle 17 Jahre alt, lieferten sich in Anwesenheit des stellvertretenden deutschen Generalkonsuls einen spannenden Schlagabtausch. Sieger wurde Maxim Tschebotarew aus Dnipro, der überzeugend für die Einführung der Wahlpflicht eintrat, vor Darja Baglaj aus Kramatorsk, Volodymyr Sydorenko aus Konotop und Jarema-Luka Elejko aus Lemberg.

Tatkräftige Unterstützung erhält „Molodj debatuje“ durch ehemalige Teilnehmer von Jugend debattiert international, dem bekannten Wettbewerb in deutscher Sprache in Mittel- und Osteuropa, der seit 2006 in der Ukraine vertreten ist. So übernahmen Alumni von „Jdi“ auch 2017 das Basis-Training für Lehrkräfte und beteiligten sich als Juroren am Wettbewerb. Yana Gryganska, Siegerin von Jugend debattiert international in der Ukraine 2007, heute Management Consultant bei einer international tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sieht in „Molodj debatuje“ einen wichtigen Beitrag zum „Aufbau von Demokratie und kritischem Denken in der Ukraine“. Dass das Finale erneut in Charkiw (Ostukraine) ausgetragen wurde, in direkter Nachbarschaft zu den Separatisten-Gebieten, sei auch ein politisches Signal: „Wir lassen uns nicht einschüchtern. Wir machen weiter.“

© Molodj debatuje