Jugend debattiert

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Landessieger stehen fest

Debattieren will gelernt sein. Wie genau das gehen kann, zeigten die Gewinner des 15. Landesfinales Jugend debattiert in Mecklenburg-Vorpommern, die sich am 4. April 2017 im Plenarsaal des Landtages Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel der Frage widmeten “Soll der Polizei erlaubt werden, DNA-Spuren auch zur Bestimmung der äußeren Erscheinung von Straftätern zu benutzen?“. „Jugend debattiert“ heißt das große Schulprojekt mit Unterrichtsreihe und Wettbewerb, für dessen Bundesebene sich vier junge Rednerinnen und Redner - jeweils die zwei Besten jeder Altersgruppe - qualifiziert haben. Das Bundesfinale findet 15. bis 17. Juni 2017 in Berlin statt.

„Genau zuhören und andere Meinungen respektieren sind wichtige Fähigkeiten in Schule, Arbeitswelt und Gesellschaft. Im Debattentraining kann das jeder lernen. Es verbessert nicht nur kommunikative Fähigkeiten, sondern stärkt auch die Persönlichkeit und das Demokratieverständnis“, zeigt sich Frank J.-Weise, Vorstandsvorsitzender der Hertie-Stiftung, vom Projekt überzeugt, dass der Bundespräsident vor 16 Jahren initiierte.

Dabei helfen klare Regeln: Pro Debatte vier Schüler, eine Streitfrage, 24 Minuten Dauer. Inhalte und Argumente zum Thema müssen sitzen, denn wer Pro oder Contra vertritt, wird erst kurz vor dem Wettbewerb ausgelost.

Rund 7000 Schüler aus 75 Schulen haben sich im laufenden Schuljahr in Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen einer Unterrichtsreihe an Jugend debattiert beteiligt. Wettbewerbe fanden zuvor bereits auf Schul- und Regionalebene statt. Die beiden Debattensieger und die jeweils Zweitplatzierten vertreten Mecklenburg-Vorpommern zunächst bei der Qualifikation zur Bundesebene in Berlin. Dort werden sich am 17. Juni 2017 dann die acht besten Debattanten aus ganz Deutschland im Bundesfinale gegenüberstehen.

Als Preis für ihren heutigen Erfolg erhalten alle vier Sieger ein fünftägiges intensives Rhetorik-Training, das sie gemeinsam mit den Siegern der anderen Länder auf die Bundesebene des Wettbewerbs vorbereitet.

„Zu guten Debatten gehören klare und verständliche Argumente. Diese dürfen scharf formuliert, müssen aber stets fair vorgetragen werden. Gute Debatten lenken Aufmerksamkeit auf Themen, beantworten Fragen und zeigen Alternativen auf. All das haben wir heute beim Landesfinale von ‚Jugend debattiert‘ erlebt. Die Kraft des Wortes und der freien Rede standen im Mittelpunkt. Solche Debatten sind Kern unserer parlamentarischen Demokratie“, so Beate Schlupp, 1. Vizepräsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern und damit Gastgeberin des heutigen Landesfinales.

„Die Schülerinnen und Schüler haben bewiesen, auf welch hohem Niveau sie ihre Argumente austauschen können. Die Diskussion zur Polizei hat mich als frühere Leiterin des Polizeireviers Wismar besonders interessiert“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Die Mädchen und Jungen lernen bei diesem Wettbewerb, das Wort zu ergreifen und sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen auseinanderzusetzen. Den Gewinnerinnen und Gewinnern gratuliere ich zu ihren Erfolgen“, so Hesse.

Die Landessieger 2017

Debatte Altersgruppe 1 (Klassen 8 bis 10) 

1. Platz: Paula Blaffert, Gymnasium am Tannenberg Grevesmühlen

2. Platz: Leo Hameister, Werkstattschule Rostock

3. Platz: Tabea-Valentina Ahlert, Käthe-Kollwitz-Gymnasium Rostock

4. Platz: Jiyan Yalcinkaya, Albert-Einstein-Gymnasium Neubrandenburg

 

Debatte Altersgruppe 2 (Jahrgangsstufen 11 bis 13): 

1. Platz: Laura Hinneburg, Werkstattschule Rostock

2. Platz: Kim Ariane Schmidtchen, Albert-Einstein-Gymnasium Neubrandenburg

3. Platz: Jannes Klingbiel, Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wismar

4. Platz: Hannah Kurek, Goethe-Gymnasium Schwerin

Quelle: www.landtag-mv.de/mitmachen/projekte/jugend-debattiert.html